zobl.bauer. wirkt am offiziellen österreichischen Steuerratgeber mit – fundierte steuerliche Expertise aus der Praxis
Erneuerbare Energiegemeinschaften (EEG) galten vor wenigen Jahren noch als theoretisches Konstrukt für energiepolitische Strategiepapiere. Kaum jemand außerhalb von Fachkreisen konnte sich konkret vorstellen, wie Bürger, Betriebe und Gemeinden gemeinsam Strom produzieren und miteinander teilen.
Was bis vor Kurzem noch Zukunftsmusik war wird zunehmend zur Realität in Österreich. Energiegemeinschaften entstehen nicht mehr nur auf dem Papier, sondern auf Dächern, in Ortskernen und zwischen Nachbarn.
Nicht nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben sich geändert, sondern vor allem das Verständnis dafür, welches Potenzial in regionaler Energiekooperation steckt: geringere Energiekosten, mehr Unabhängigkeit, stärkere regionale Wertschöpfung und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.
zobl.bauer. St. Johann beschäftigt sich deshalb bereits seit einiger Zeit intensiv mit den unterschiedlichen Ausprägungen von Erneuerbaren Energiegemeinschaften und den damit verbundenen steuerlichen Problematiken. Auf Basis dieser Expertise wirkte die Kanzlei auch an der Erstellung des österreichweit offiziellen Steuerratgebers für Erneuerbare Energiegemeinschaften mit. –> Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften – Steuern und Abgaben – Energiegemeinschaften
Was ist eine Erneuerbare Energiegemeinschaft?
Eine EEG ermöglicht es mehreren Teilnehmern innerhalb einer Region, selbst erzeugten Strom aus Erneuerbaren Quellen – zB Photovoltaik – untereinander zu teilen, noch bevor dieser in das öffentliche Netz eingespeist wird.
Hinter der scheinbar einfachen Idee verbirgt sich in der Umsetzung jedoch eine beachtliche Komplexität. Denn eine EEG ist nicht nur ein energietechnisches Projekt, sondern vor allem eine rechtlich und steuerlich präzise zu strukturierende Gemeinschaft.
Sobald mehrere Teilnehmer Strom untereinander weitergeben, stellen sich unter anderem folgende Fragen:
- Wie ist die Elektrizitätsabgabe innerhalb der Gemeinschaft zu behandeln?
- Wann liegt eine umsatzsteuerpflichtige Lieferung vor und wann ist die Kleinunternehmerregelung einschlägig?
- Welche körperschaftsteuerlichen Konsequenzen ergeben sich je nach gewählter Organisationsform?
- Welche Besonderheiten entstehen, wenn Gemeinden Teil einer EEG sind?
Gerade diese Punkte entscheiden darüber, ob eine Energiegemeinschaft langfristig Bestand haben kann.
Varianten einer EEG
Hinzu kommt, dass EEGs in ganz unterschiedlichen Ausprägungen auftreten können-von einer kleinen Lösung innerhalb einer Familie, über Zusammenschlüsse mehrerer Nachbarn oder Betriebe, bis hin zu gemeindeweiten Modellen mit komplexer Teilnehmerstruktur.
Jede dieser Varianten bringt eigene Anforderungen an Vertragsgestaltung, Abrechnungssystematik und steuerliche Beurteilung mit sich. Pauschale Lösungen greifen hier zu kurz. Gerade hier ist die fundierte fachliche Beschäftigung von zobl.bauer. mit Energiegemeinschaften besonders zielführend.
Die Auseinandersetzung der Steuerexperten von zobl.bauer. mit unterschiedlichen Konstellationen, Fragestellungen und Ausprägungen von EEGs hat zu einem breiten Verständnis dafür geführt, wo in der Praxis Besonderheiten auftreten und worauf bei der einzelnen Ausgestaltung zu achten ist. Dieses vertiefte Fachwissen fließt unmittelbar in die Beratungspraxis ein und ermöglicht eine rechtssichere, sowie zukunftsorientierte Ausgestaltung von Energiegemeinschaften.
Autoren: Martin Gruber BA, Alexandra Gruber BSSc. LLB.oec
Datum: 25.08.2026
Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wird auf die geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet.
